Figma

Figma

Einführung

Figma (japanisch: フィグマ, Hepburn: Figuma) ist eine japanische Reihe hochgradig beweglicher Actionfiguren, die von der Good Smile Company und deren Partnerunternehmen Max Factory hergestellt wird. Die im Jahr 2008 eingeführten Figma-Figuren sind bekannt für ihre ausgewogene Mischung aus detaillierter Modellierung, realistischen Proportionen (im Vergleich zu superdeformierten Figuren wie Nendoroids), umfangreicher Beweglichkeit durch zahlreiche Gelenkpunkte und einer großen Auswahl an austauschbaren Teilen und Zubehör. Die Reihe deckt ein breites Spektrum an Charakteren aus beliebten Anime, Manga, Videospielen und anderen Medien ab. Figmas sind in erster Linie für Sammler konzipiert, die Figuren in dynamischen Posen präsentieren und Szenen aus dem Originalmaterial nachstellen möchten.

Geschichte

Die Figma-Reihe entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen der Good Smile Company und Max Factory, einem Unternehmen, das von dem erfahrenen Modellbauer und Bildhauer Max Watanabe gegründet wurde. Max Factory war bereits für seine Garage Kits und Scale-Figuren bekannt. Das Konzept von Figma war es, eine standardisierte Serie beweglicher Actionfiguren zu schaffen, die leicht zu sammeln sind und ein hohes Maß an Beweglichkeit und Detailtreue zu einem angemessenen Preis bieten.

Die erste Figma-Figur, Figma SP001, war eine limitierte Veröffentlichung, die im Januar 2008 dem PlayStation-2-Spiel *Fate/tiger colosseum* beilag. Die eigenständige Einzelhandelsreihe begann kurz darauf offiziell mit der Veröffentlichung von Figma 001, Shiina Amatsuka. Die Reihe erlangte schnell große Beliebtheit und wurde zu einer der wichtigsten Produktsäulen sowohl für die Good Smile Company als auch für Max Factory. Die konstante Qualität, das Gelenksystem und die umfangreiche Auswahl an Charakteren aus beliebten Franchises festigten ihren Platz im Markt für bewegliche Anime-Figuren.

Eigenschaften und Design

Figma-Figuren zeichnen sich durch ihren Fokus auf Beweglichkeit und detaillierte, charaktergetreue Modellierung aus:

  • Beweglichkeit: Figmas verfügen über zahlreiche Gelenkpunkte mit einem standardisierten Gelenksystem (oft als „Figma-Gelenke“ bezeichnet). Diese Gelenke sind so konzipiert, dass sie geschmeidig sind und Posen dennoch sicher halten, wodurch eine breite Palette dynamischer und subtiler Bewegungen ermöglicht wird, ohne die Silhouette der Figur wesentlich zu beeinträchtigen.
  • Standardgröße: Die meisten Standard-Figma-Figuren sind etwa 13–15 Zentimeter (ca. 5–6 Zoll) groß und damit in der Größe mit vielen anderen Actionfiguren-Reihen vergleichbar.
  • Präzise Modellierung: Im Gegensatz zum stilisierten Chibi-Look von Nendoroids zielen Figmas darauf ab, Charakterdesigns mit genaueren Proportionen und Details im Vergleich zu ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild zu reproduzieren.
  • Austauschbare Teile: Die Figuren werden mit mehreren Gesichtsplatten mit verschiedenen Mimiken, einer Vielzahl austauschbarer Handteile zum Halten von Zubehör oder für verschiedene Gesten sowie charakterspezifischem Zubehör und Requisiten geliefert.
  • Beweglicher Ständer: Fast jede Figma wird mit einem beweglichen Ständer (typischerweise aus durchsichtigem Kunststoff) geliefert, der in eine Öffnung am Rücken der Figur gesteckt wird. Dieser Ständer bietet Halt für dynamische Schwebe- oder Balanceposen.

Nachteile

Zu den möglichen Nachteilen von Figma-Figuren gehören:

  • Kosten: Obwohl Figma-Figuren im Allgemeinen günstiger sind als hochwertige statische Scale-Figuren, können einzelne Figuren dennoch eine erhebliche Investition darstellen, insbesondere für Sammler, die eine große Kollektion aufbauen oder limitierte/exklusive Veröffentlichungen suchen.
  • Zerbrechlichkeit kleiner Teile/Gelenke: Aufgrund der Betonung der Beweglichkeit und der zahlreichen kleinen Accessoires und Handteile können einige Komponenten, insbesondere dünne Gelenkstifte, bei unsachgemäßer Handhabung oder Belastung zum Bruch neigen.
  • Schwankende Gelenkqualität: Obwohl mit einem standardisierten System entworfen, kann die Steifheit oder Lockerheit der Gelenke manchmal zwischen Figuren oder sogar einzelnen Gelenken derselben Figur variieren, was gelegentlich die Stabilität der Posen beeinträchtigt.
  • Risiko von Bootlegs: Wie andere beliebte Figurenreihen großer japanischer Hersteller werden auch Figma-Figuren häufig nachgeahmt. Inoffizielle „Bootleg“-Versionen sind weit verbreitet und zeichnen sich typischerweise durch geringere Plastikqualität, schlechte Lackierung, lockere oder zerbrechliche Gelenke und ungenaue Modelle aus. Der Kauf von seriösen Quellen ist entscheidend, um Fälschungen zu vermeiden.